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EUROPÄISCHE & INTERNATIONALE GEHÖRLOSENTHEATERKONFERENZ X

27. März 2010, 11:00 Uhr


Foyer des Theaters des Augenblicks – Wien, 27.März 11.00

“Deaf Theatre Network Europe – Internationale Kooperation - Ausbildung”

Die Europäische Gehörlosentheaterkonferenz im Jahr 2010 widmet sich dem Thema der internationalen Zusammenarbeit von Gehörlosentheater in Europa und weltweit. Diese Konferenz wird sich auch mit den Aktivitäten des Europäischen & Internationalen Gehörlosentheaterfestivals in Wien und Österreich und der Konferenz der letzten zehn Jahre beschäftigen und sich mit Fragen für die Zukunft des Gehörlosentheaters beschäftigen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz ist die Ausbildung und Weiterbildung von gehörlosen Schauspielern. Professionelle Weiterbildung von gehörlosen Künstlern in Europa mit dem Schwerpunkt Theater – Diese Fortbildungskurse sollen gehörlosen Künstlern eine Erweiterung ihrer Ausdrucksmöglichkeiten für die Bühne geben. Neue Perspektiven sollen durch die Arbeit an künstlerischen Themen entstehen. Es erfolgt somit eine klare künstlerische Ausrichtung auf hohem Niveau. Es wird die Frage diskutiert, wie die Ausbildung zum professionellen gehörlosen Schauspieler in Europa organisiert ist und welche Ausbildungsstätten in Europa für Gehörlose zur Verfügung stehen.
„Sprachen sind verschiedene Anschauungsweisen der Welt“ sagt Alexander von Humboldt. Dies trifft auch auf die Gebärdensprache der Gehörlosen zu, die eine vollwertige Sprache mit allen Kennzeichen einer Sprache ist. Die Gebärdensprache der Gehörlosen ist in ihrer Anlage eine Körpersprache (der Mutter aller Sprachen), eine „Sprache im Raum“ und trägt somit den theatralischen Ausdruck schon in sich. Die Gebärdensprache der Gehörlosen ist in allen europäischen Ländern eine Minderheitensprache.
Für die konsequente Arbeit im Bereich des Gehörlosentheaters wurde ARBOS in London mit dem EUROPÄSCHEN KUNSTPREIS DER FINANCIAL TIMES (Cerec-Award) ausgezeichnet. Die Begründung der Jury lautete: „Eine führende Institution der Kunst bringt die Arbeit von gehörlosen Künstlern zu einem größeren europäischen Publikum“.

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